Lassie Versicherung: Beitragserhöhung im Alter – was kommt auf Hundehalter zu?
Viele Hundehalter stellen sich irgendwann dieselbe Frage: Warum wird die Lassie Versicherung im Alter teurer – und ist diese Beitragserhöhung noch normal oder bereits ein Warnsignal?
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Gerade wenn der Hund älter wird, steigt nicht nur das Risiko für Erkrankungen, sondern häufig auch der Versicherungsbeitrag. Das sorgt verständlicherweise für Unsicherheit. Schließlich möchte man sich gerade im höheren Alter des Tieres auf eine stabile und leistungsfähige Absicherung verlassen können.
Um die Beitragserhöhung bei der Lassie Versicherung realistisch einzuordnen, lohnt sich ein genauer Blick in die aktuellen Versicherungsbedingungen (Stand Februar 2026). Dort ist klar geregelt, wann und warum Beiträge steigen – und welche Rechte Hundehalter dabei haben.
Warum steigt der Beitrag bei Lassie mit dem Alter?
Ein wesentlicher Faktor in der Beitragsberechnung ist das Alter des versicherten Tieres. Laut Versicherungsbedingungen richtet sich die Versicherungsprämie unter anderem nach Alter und Rasse. Beim Erreichen der nächsten Altersstufe wird der Beitrag entsprechend angepasst.
Das ist kein Zufall und auch keine willkürliche Entscheidung. Mit zunehmendem Alter steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten, chronische Leiden, Operationen oder aufwendige Diagnostik. Gerade orthopädische Probleme, Tumorerkrankungen, Herzleiden oder Stoffwechselstörungen treten im höheren Lebensalter deutlich häufiger auf.
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Versicherer kalkulieren diese Risiken in sogenannten Altersstufen ein. Erreicht dein Hund eine neue Altersklasse, wird der Beitrag an das gestiegene Risiko angepasst. Für dich als Hundehalter bedeutet das: Eine altersbedingte Beitragserhöhung ist grundsätzlich branchenüblich.
Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass der Beitrag steigt, sondern in welchem Verhältnis diese Erhöhung zum tatsächlichen Leistungsumfang steht.
Zusätzlich möglich: Jährliche Beitragsanpassung
Neben der altersbedingten Anpassung enthält die Lassie Versicherung eine weitere Regelung zur Prämienanpassung. Der Versicherer ist berechtigt und verpflichtet, die Beiträge einmal jährlich zu überprüfen und neu zu kalkulieren.
Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt:
- bisherige Schadenentwicklung
- allgemeine Kostensteigerungen
- zukünftige erwartete Ausgaben
- Veränderungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
- branchenspezifische Kalkulationsdaten
Gerade die deutlichen Tierarztkostensteigerungen der letzten Jahre wirken sich hier aus. Ergibt die Neubewertung, dass die bisherigen Beiträge nicht mehr ausreichen, darf Lassie diese anheben. Fallen die Kosten geringer aus, müssten Beiträge theoretisch auch gesenkt werden.
Viele Hundehalter merken an dieser Stelle, dass sie zwar eine Beitragserhöhung erhalten haben – aber nicht sicher beurteilen können, ob diese im Verhältnis zu den Leistungen noch angemessen ist. Auf den ersten Blick wirkt eine Erhöhung häufig „normal“. Erst im Detail zeigt sich, ob der Tarif langfristig wirklich zum Hund passt oder ob strukturelle Schwächen bestehen.
Gerade weil Alter, Tarifstruktur, Leistungsbegrenzungen und Gesundheitszustand zusammenspielen, lässt sich diese Frage selten pauschal beantworten.
Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung
Steigt die Prämie, ohne dass sich der Leistungsumfang verbessert, hast du ein Sonderkündigungsrecht.
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Du kannst innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung kündigen – frühestens jedoch zum Zeitpunkt, an dem die Beitragserhöhung wirksam wird.
Dieses Recht verschafft dir Handlungsspielraum. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Wechsel im Alter sinnvoll oder problemlos möglich ist. Gerade bei älteren Hunden kann eine Kündigung langfristige Nachteile mit sich bringen.
Kündigungsmöglichkeiten bei Lassie
Nach Ablauf der ersten Versicherungsperiode gilt bei Lassie ein tägliches Kündigungsrecht.
Das bedeutet, du kannst grundsätzlich jederzeit kündigen.
Allerdings gibt es wichtige Einschränkungen. Wurde im laufenden Versicherungsjahr die Vorsorgepauschale genutzt, kann die Kündigungsmöglichkeit bis zum Ende der Versicherungsperiode eingeschränkt sein.
Zudem ist relevant: Lassie verzichtet auf das Kündigungsrecht nach einem Versicherungsfall. Das bietet gerade bei älteren Hunden eine gewisse Sicherheit, da du nach einem größeren Schaden nicht einfach aus dem Vertrag gedrängt wirst.
Was passiert im Alter mit dem Leistungsumfang?
Mit steigendem Alter wird nicht nur der Beitrag relevanter, sondern auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Tarifs.
In den Tarifen Mini und Midi gelten teilweise Leistungsbegrenzungen für Heilbehandlungskosten
Im Tarif Maxi bestehen diese Begrenzungen nicht in gleicher Form. Gerade im höheren Alter kann dieser Unterschied entscheidend sein.
Zusätzlich gelten für bestimmte Diagnosen besondere Wartezeiten von bis zu 18 Monaten.
Dazu zählen unter anderem orthopädische Erkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie oder Patellaluxation. Bei einem späten Wechsel könnten genau diese Risiken problematisch werden.
Auch Vorerkrankungen spielen eine zentrale Rolle. Erkrankungen oder Symptome aus den letzten 24 Monaten vor Versicherungsbeginn sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Das macht einen Wechsel im höheren Alter oft riskant.
Wann wird die Beitragserhöhung problematisch?
Problematisch wird eine Beitragserhöhung vor allem dann, wenn sie mit strukturellen Schwächen im Tarif einhergeht.
Steigt der Beitrag deutlich, während gleichzeitig Leistungsbegrenzungen bestehen oder wichtige Behandlungen nicht abgedeckt sind, kann das Preis-Leistungs-Verhältnis kippen.
In der Praxis sehen wir häufig Fälle, in denen Hundehalter steigende Beiträge akzeptieren, ohne die Bedingungen noch einmal kritisch zu prüfen. Gerade im Alter kann das langfristig teuer werden.
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Bleiben oder wechseln?
Ob du bleiben oder wechseln solltest, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Alter deines Hundes
- aktueller Gesundheitszustand
- bestehende Diagnosen
- Tarifstruktur und Leistungsbegrenzungen
Bei jungen, gesunden Hunden kann ein Wechsel trotz Beitragserhöhung sinnvoll sein. Bei älteren Hunden mit Vorerkrankungen ist ein Wechsel häufig mit erheblichen Nachteilen verbunden, da neue Versicherer bestehende Erkrankungen ausschließen oder Wartezeiten greifen.
Genau an diesem Punkt stehen viele Hundehalter vor einer schwierigen Entscheidung. Einerseits sorgt die Beitragserhöhung für Unmut, andererseits besteht die Sorge, durch einen Wechsel im Alter wichtige Leistungen zu verlieren. Ohne objektive Prüfung der Bedingungen bleibt oft nur ein Bauchgefühl – und das ist bei Versicherungen selten eine gute Grundlage.
Eine fundierte Einschätzung berücksichtigt nicht nur den aktuellen Beitrag, sondern die langfristige Absicherung deines Hundes.
Unsere ehrliche Einschätzung
Beitragserhöhungen im Alter sind in der Tierkrankenversicherung normal. Die Bedingungen der Lassie Versicherung sehen sowohl altersbedingte Anpassungen als auch jährliche Neukalkulationen ausdrücklich vor.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
„Warum steigt der Beitrag?“
Sondern:
„Ist mein Tarif im Verhältnis zu Preis und Risiko langfristig sinnvoll?“
Gerade bei älteren Hunden können kleine Unterschiede in den Bedingungen über mehrere tausend Euro entscheiden.
Fazit: Was kommt auf Hundehalter zu?
Wenn dein Hund älter wird, musst du mit steigenden Beiträgen rechnen. Altersstufen und allgemeine Kostenentwicklungen führen dazu, dass Versicherungsprämien angepasst werden. Gleichzeitig bietet Lassie Kündigungsrechte und Kündigungsverzichte, die eine gewisse Stabilität schaffen.
Ob die Beitragserhöhung angemessen ist, hängt jedoch immer vom individuellen Tarif und vom Gesundheitszustand deines Hundes ab.
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Unsicher, ob dein Beitrag noch angemessen ist?
Wenn sich der Beitrag deiner Lassie Versicherung erhöht hat, solltest du nicht nur auf die Zahl auf der Rechnung schauen, sondern auf die Bedingungen dahinter.
Die entscheidende Frage ist:
- Steht dein Beitrag im Verhältnis zu den Leistungen?
- Wäre ein Wechsel überhaupt realistisch?
- Oder ist es sinnvoller, den bestehenden Vertrag bewusst zu behalten?
Gerade im höheren Alter ist eine Fehlentscheidung kaum korrigierbar, wenn neue Versicherer Vorerkrankungen ausschließen.
Eine unabhängige Einschätzung hilft dir, diese Entscheidung faktenbasiert zu treffen – nicht aus Unsicherheit, sondern mit klarem Blick auf Risiko, Bedingungen und langfristige Absicherung.

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