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HanseMerkur Tierkrankenversicherung 2026: Neue Tarife, Leistungen & echte Verbesserungen im Überblick

Die HanseMerkur hat ihre Tierkrankenversicherung und OP-Versicherung umfassend überarbeitet. Für Hunde- und Katzenhalter stellt sich damit die entscheidende Frage: Was genau hat sich geändert – und lohnt sich der neue Tarif wirklich?

In den letzten Jahren haben sich die Tierarztkosten deutlich erhöht, Behandlungsmethoden wurden moderner und komplexer, gleichzeitig sind die Erwartungen an eine gute Absicherung gestiegen. Ein moderner Tarif muss deshalb mehr leisten als nur „OP-Kosten übernehmen“. Genau hier setzt die neue Tarifgeneration der HanseMerkur Tierkrankenversicherung an.

Im Folgenden erfährst du, welche konkreten Verbesserungen es gibt, wie rassespezifische Erkrankungen jetzt geregelt sind und warum der Kündigungsverzicht ein echtes Qualitätsmerkmal sein kann.

Erweiterter OP-Begriff in der HanseMerkur OP-Versicherung

Ein zentrales Update betrifft die Definition dessen, was überhaupt als Operation gilt. In der Praxis gab es immer wieder Situationen, in denen Eingriffe medizinisch eindeutig chirurgisch waren, tariflich jedoch nicht unter den klassischen OP-Begriff fielen.

Ein typisches Beispiel ist das Nähen einer Wunde unter Sedierung oder Narkose. Auch minimalinvasive Eingriffe per Endoskop – etwa bei einer Fremdkörperentfernung aus dem Magen – sorgten in manchen Tarifkonstellationen für Unsicherheit.

Im neuen Tarif wurde der OP-Begriff erweitert, sodass solche Eingriffe nun klarer unter den Versicherungsschutz fallen. Das schafft nicht nur mehr Transparenz, sondern reduziert auch das Risiko unangenehmer Überraschungen im Leistungsfall. Gerade bei einer OP-Versicherung geht es häufig um mehrere tausend Euro Behandlungskosten, weshalb eine saubere Definition entscheidend ist.

Kündigungsverzicht: Langfristige Sicherheit für dein Tier

Ein echtes Highlight der neuen HanseMerkur OP-Versicherung ist der Kündigungsverzicht. Schadenfälle dürfen nicht als Kündigungsgrund genutzt werden, und nach einer bestimmten Vertragslaufzeit entfällt zusätzlich das ordentliche Kündigungsrecht.

Warum ist das so wichtig? Weil viele Tierhalter erst dann wirklich auf die Versicherung angewiesen sind, wenn ihr Tier älter wird oder chronische Erkrankungen auftreten. Genau in dieser Phase ist ein Anbieterwechsel praktisch unmöglich, da Vorerkrankungen in der Regel nicht mehr versicherbar sind.

Ein Kündigungsverzicht sorgt deshalb für Planungssicherheit. Wer mehrere Jahre im Tarif ist, kann sich darauf verlassen, dass der Schutz auch im höheren Alter bestehen bleibt. Im Markt ist diese Regelung keineswegs selbstverständlich und stellt daher ein klares Qualitätsmerkmal dar.

Rassespezifische Erkrankungen jetzt deutlich stärker abgesichert

Ein besonders sensibles Thema in der Tierkrankenversicherung sind rassespezifische Erkrankungen und sogenannte Fehlentwicklungen. Dazu zählen beispielsweise Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) oder Atemwegsprobleme bei brachyzephalen Rassen.

In älteren Tarifmodellen arbeiteten viele Versicherer – auch die HanseMerkur – mit festen Budgets über die gesamte Vertragslaufzeit. Das kann bei schweren oder beidseitigen Verläufen schnell ausgeschöpft sein.

Im leistungsstärksten Tarif „Premium Plus“ werden diese Erkrankungen nun bis zur Versicherungssumme abgesichert, ohne ein starres Gesamtbudget über das gesamte Tierleben hinweg. Gerade bei kostenintensiven orthopädischen Eingriffen ist das ein erheblicher Unterschied. Zusätzlich wurde die Wartezeit für diese besonderen Erkrankungen von zwölf auf sechs Monate reduziert. Das verringert das Risiko, dass ein früher Behandlungsbedarf noch in die Wartezeit fällt.

Für Halter von Rassen mit bekannten gesundheitlichen Risiken ist dieser Punkt besonders relevant – aber auch Mischlinge oder kleinere Rassen sind nicht automatisch frei von Fehlentwicklungen. Deshalb lohnt sich hier ein genauer Blick in die Tarifdetails.

Neue Selbstbeteiligung: Mehr Transparenz und bessere Planbarkeit

Ein weiterer zentraler Unterschied liegt in der Struktur der Selbstbeteiligung. In der Vergangenheit wurde sie teilweise getrennt für Operationen und allgemeine Behandlungen berechnet. Das führte immer wieder zu Missverständnissen, wenn in einem Versicherungsjahr mehrere Leistungsarten anfielen.

Im neuen Tarif gilt die Selbstbeteiligung als Jahres-Selbstbehalt. Unabhängig davon, ob es sich um eine Operation oder eine ambulante Behandlung handelt, wird die vereinbarte Selbstbeteiligung einmal pro Versicherungsjahr angerechnet.

Zusätzlich wurde eine höhere Selbstbeteiligungsstufe eingeführt, die den monatlichen Beitrag deutlich reduzieren kann. Für kostenbewusste Halter kann das eine interessante Option sein, um hochwertigen Versicherungsschutz mit einem kalkulierbaren Eigenanteil zu kombinieren.

Für wen sind die neuen HanseMerkur Tarife geeignet?

Grundsätzlich können Hunde und Katzen bis zu einem bestimmten Eintrittsalter versichert werden. Rasse, Nutzung oder „Beruf“ des Hundes – etwa Jagd oder sportliche Aktivitäten – stellen keine generellen Ausschlusskriterien dar.

Besonders sinnvoll ist der neue Tarif für junge Tiere, bei denen langfristige Stabilität und Kündigungssicherheit eine große Rolle spielen. Auch Halter von Rassen mit bekannten genetischen Risiken profitieren von der verbesserten Regelung bei rassespezifischen Erkrankungen.

Wer vor allem Wert auf maximale Leistung legt und hohe Tierarztkosten absichern möchte, findet im Premium-Plus-Tarif eine sehr umfangreiche Lösung. Gleichzeitig bietet die neue Struktur durch unterschiedliche Selbstbeteiligungen mehr Flexibilität für verschiedene Budgets.

Beitragserhöhungen im Markt: Wie ordnet sich die HanseMerkur ein?

Seit der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind Tierarztkosten spürbar gestiegen. Das betrifft den gesamten Markt der Tierkrankenversicherungen. Beitragsanpassungen sind daher kein isoliertes Phänomen einzelner Anbieter.

Die HanseMerkur positioniert sich im oberen Leistungssegment. Das bedeutet: Der Tarif ist nicht der günstigste im Vergleich, bietet jedoch ein sehr starkes Leistungsniveau. Entscheidend ist hier das Verhältnis zwischen Beitrag und Leistung. Gerade im Premium-Plus-Bereich bewegt sich der Tarif auf einem Niveau, das nur wenige Anbieter mit vergleichbarer Leistungsdichte erreichen.

Wer ausschließlich nach dem niedrigsten Beitrag sucht, wird andere Angebote finden. Wer hingegen Wert auf Kündigungssicherheit, umfassende Absicherung bei Fehlentwicklungen und eine klare Leistungsstruktur legt, sollte sich die neuen Tarife genauer ansehen.

Fazit: Lohnt sich die neue HanseMerkur Tierkrankenversicherung?

Die neue Tarifgeneration der HanseMerkur bringt keine kosmetischen Änderungen, sondern echte strukturelle Verbesserungen. Besonders relevant sind der erweiterte OP-Begriff, der Kündigungsverzicht, die stärkere Absicherung rassespezifischer Erkrankungen sowie die transparentere Selbstbeteiligung.

Ob sich der Tarif im individuellen Fall lohnt, hängt immer von Alter, Rasse und Gesundheitszustand des Tieres ab. Klar ist jedoch: Wer langfristige Sicherheit sucht und sich nicht nur auf eine reine OP-Versicherung verlassen möchte, sollte die neuen Tarife der HanseMerkur genau prüfen.

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